Zielgruppe

Eltern mit Flüchtlings- und/ oder Migrationshintergrund und deren Kinder


Ziele

Ziel des Projekts ist es, die Zusammenarbeit zwischen Schule und Eltern zu verbessern, so dass die Kinder eine adäquate Unterstützung während ihrer Schulzeit bekommen. Dabei sollen sich insbesondere Eltern mit Flucht- und Migrationshintergrund und Schule näher kommen, sich verständigen und gemeinsam am schulischen Alltagsgeschehen teilhaben.

Gleichzeitig werden die Kinder dabei durch Sprachförderungsangebote, Konzentrationstrainings, Lernunterstützung in Gruppen und Einzelangebote (in Mathe und Deutsch), durch Entspannungstrainings und Kunsttrainings, durch das Theaterprojekt unterstützt sich konzentriert und zielgerichtet auf die Aufgaben zu fokussieren.


Lernförderung für Kinder und Jugendliche

  • Differenzierungsunterricht
  • Unterstützende Kleingruppenangebote (Mathe- und Dt.förderung)
  • Leseförderung
  • Schaffung von Vitalität, Ruhe und Entspannung durch Kunstprojekte
    (z.B. Ebru Malerei, malen mit Kohlenstift, Aquarell und Acryl, Basteln mit Perlen usw.)
  • Förderung der Kreativität
  • Konzentrationstraining und Konzentrationsspiele
  • Entspannungtraining für Kinder und Jugendliche
  • Theaterprojekte
  • Stärkung des Selbstbewußtseins
  • Lerndefizite ausgleichen, Lernziele erreichen
  • Förderung der sozialen Integration
  • Bewußter Einsatz von Sprache und Wahrnehmung von Impulsen


Angebote für Eltern und Schule

  • Elterncafes und Elternberatung in den Schulen
  • Müttercafes
  • Familientherapeutische Unterstützung
  • Beratung und Aufsuche Elternarbeit
  • sozialpädagogisches Dolmetschen
  • Unterstützung der Eltern bei Lehrer_innengesprächen auf interkultureller und sprachlicher Ebene
  • Unterstützung beim Dialog mit der Schule zu Schulfragen (z.B. Übertritt, Schulabbruch, Schule schwänzen etc.)
  • Ansprechpartner für Fragen zu Erziehung und Lernen sein
  • Muttersprachliche Orientierung im Bereich Bildung
  • Elternunterstützung zum Lernerfolg der Kinder
  • Erstellung von schriftl. Informationsmaterial über Bildungsfragen in verschiedenen Sprachen
  • Übersetzung von Informationsmaterial der Schulen (beispielsweise Elternbriefe), um die Eltern einzubinden.
  • Dolmetscher und Übersetzungsangebote bei Elterngesprächen
  • Kunstprojekte für Eltern


Lernförderung für Kinder und Jugendliche

Wir bieten den Kindern mit Lernschwächen und Begabungen Lernförderung an. Ziel der Differenzierung ist die Optimierung der Lernprozesse. Die Methode verfolgt den Zweck, der Individualität des einzelnen Schülers gerecht zu werden, den sehr unterschiedlichen Lernvoraussetzungen, Fähigkeiten und Interessen entegen zu kommen. Die Förderstunden fanden einmal wöchentlich in Kleingruppen mit 5-12 Kindern in den Räumen der Schulen statt. Schüler_innen mit Schwächen im Lesen, Rechtschreiben oder Rechnen konnten in den Lernförderungsstunden einen neuen Zugang zum Lernen schaffen Mittels der Förderstunden sollten eventuell vorhandene Lernschwächen und -störungen rechtzeitig erkannt, Eltern wie Kindern qualifizierte Hilfestellung geleistet und im Bedarfsfall die Familie an die entsprechenden Fachstellen weitergeleitet werden. Mitunter geschah es, dass Lehrer_innen auf die EuLe-Mitarbeiterinnen zukamen und um deren Mithilfe bei der Einschätzung bestimmter Kinder und um Unterstützung baten. Das konnte z.B. auch die Aufnahme des Erstkontakts bei spezialisierten Einrichtungen durch die Mitarbeiterinnen von Eule bedeuten. In manchen Fällen war darüber hinaus die persönliche Begleitung der Familien bei Terminen erforderlich.

In die Arbeit der EuLe-Mitarbeiterinnen wurden grundsätzlich die Eltern und Lehrer_innen der betroffenen Kinder miteinbezogen. Die Eltern wurden außerdem mit Einzelgesprächen unterstützt. Diese Gespräche waren ein wichtiges Element innerhalb des Konzeptes. Denn dieser Austausch gab den Eltern die Möglichkeit, die aktuelle Problemsituation der Familie zu besprechen und gemeinsam mit den EuLe-Mitarbeiter_innen Strategien und Lösungsmöglichkeiten für eine andauernde positive Eltern-Kind- Schule-Beziehung zu entwickeln.


Kunstprojekte

Die Kinder und Jugendliche, die belastende und traumatisierte Erlebnisse hinter sich haben, erleben durch das Spiel und kreativen Aktivitäten eine „Auszeit“.

Sie finden eine Ausdrucksmöglichkeit jenseits der Sprache. So können sie wieder besser an vorhandene Ressourcen anknüpfen und lernen mit dem Erlebten umzugehen.

Es gibt immer mehr Kinder und Jugendliche, die unruhig, unkonzentriert, lustlos oder aggressiv sind. Viele davon leiden an Bauch- oder Kopfschmerzen. Unser Kunstprojekt, Malen mit Klangschale, bewirkt Entspannung, Ruhe und Vitalität, stärkt das Selbstbewußtsein, fördert die Konzentration, bringt mehr Spaß und Freude.

Wir als AKA e.V. bieten in unserem Projekt auch ein Kunstprojekt für Kinder und Jugendliche insbesondere in den Übergangsklassen an. Durch künstlerisches Gestalten mit unterschiedlichen Materialien können individuelle Prozesse und persönliche Situationen aufgefangen, begleitet und verarbeitet werden, so dass sie sich besser in ihr neues Leben einfinden lernen.
Im Oktober 2017 ist eine Kunstausstellung geplant.


Elterncafés

Das Elterncafé findet wöchentlich an verschiedenen Grund- und Mittelschulen statt.
Beim Bringen oder Abholen der Kinder sollten Eltern in freundlicher Atmosphäre die Möglichkeit erhalten, sich untereinander kennenzulernen, auszutauschen und mit dem schulischen Alltag vertraut zu machen, um aktiver am schulischen Geschehen teilnehmen zu können.

Das Elterncafé bietet den Eltern ein Diskussionsforum für erziehungsrelevante, schulische, gesundheitliche und kulturelle Themen.

Eltern können bei Bedarf in diesem Rahmen auch Hilfestellungen zum Ausfüllen von Formularen erhalten.

Wir informieren die Eltern -soweit möglich muttersprachlich- in Grundzügen über das Schulsystem, sowie stehen wir ihnen gleichzeitig an festen Beratungszeiten für Fragen im Bereich Erziehung, Bildung und Ausbildung zur Verfügung.


Müttercafé

Das Müttercafé findet wöchentlich in den Räumen des AKA statt. Hier treffen sich Frauen aus den unterschiedlichsten Herkunftsländern an den diversesten Schulen zu einem gemeinsamen Frühstück zusammen.

Durch die Idee von den Frauen kam ein Frauenintegrationskurs in Kooperation mit einer Grundschule und eine Nachhilfegruppe zustande. Geplant ist auch ein Tanzprojekt und ein Schwimmkurs mit der Frauengruppe.


Lehrer- /Elterngespräche

Um eine Zusammenarbeit zwischen den Lehrkräften und den Eltern zu ermöglichen, bieten wir Unterstützung bei Lehrergesprächen auf interkultureller und sprachlicher Ebene an(deutsch, türkisch, arabisch, aramäisch).

Das “sozialpädagogisches Dolmetschen” schafft Vertauen und hat den Vorteil den Eltern sofort beratend zur Seite zu stehen.


Beratungsangebote

Bei dem offenen Beratungsangebot stehen die individuellen schulischen Bedürfnisse und Erziehungsfragen von ratsuchenden Eltern im Vordergrund. Dabei sollen Problemursachen gefunden und Lösungsansätze erarbeitet werden.


Projektteam

Das Projektteam besteht aus einer Pädagogin (M.A) mit familientherapeutischer Zusatzausbildung und einer Soziapädagogin (FH) sowie 2 Honorarmitarbeiterinnen (Kunstpädagogin, Sozialberaterin). Mitarbeiter_innen mit Migrationshintergrund haben oft ein vertrauensvolleres Verhältnis zu Schüler_innen und Eltern, selbst wenn sie nicht aus demselben Land stammen. Da sie aus eigener Erfahrung das Problem der sprachlichen und kulturellen Differenz kennen, können sie damit bewusster umgehen und dies auch weitergeben. Die diversen Sprachkenntnisse unserer Projektmitarbeiterinnen (Türkisch, Arabisch, Aramäisch) erleichtern das Gespräch mit den Zielgruppen zusätzlich und senken die Hemmschwelle zur Kontaktaufnahme.


Kindertheatergruppe “Eule”

Die Gründung einer Kindertheatergruppe geht zurück auf dem Wunsch von diversen Elternrunden. Die Theaterarbeit ist wertvolle Hilfe für das Schulleben (z.B. Selbstvertrauen, Konzentrationsfähigkeit, Stärkung des Sozialverhaltens, Merkfähigkeit, Emphathie).


Kompetenzen und Ziele, die durch das Theaterspielen erreicht werden können:

  • Kinder aus bildungsbenachteiligten Familien erreichen
  • Kinder mit Migrationshintergrund erreichen
  • Kinder aus Flüchtlingsfamilien erreichen
  • Förderung der Sozialkompetenz
  • Förderung der Entwicklung der kindlichen Persönlichkeit
  • Förderung des Bewusstseins der Welt
  • Förderung der sozialen Integration
  • Steigerung der Selbstbewußtsein, Selbstbeherrschung, Reaktionsvermögen
  • Kommunikationsfähigkeit (auch nonverbal), neue Seiten an sich kennenlernen
  • Charakterisierung von unterschiedlichen Rollen
  • Bewußter Einsatz von Sprache und Bewegung
  • Wahrnehmung von Impulsen
  • Körperbewußtsein
  • Teamfähigkeit
  • Kreativität
  • Emotionalen Zugang erreichen durch Musik und Tanz
  • Freies Sprechen vor großen Gruppen
  • Bühnenpräsenz
  • Umgang mit Aufregung und Unsicherheit
  • Emotionen erspüren und authentisch darstellen können
  • Blockaden überwinden
  • Spaß am Theaterspielen, singen und tanzen


Zielsetzung

Im Münchner Osten wohnen überdurchschnittlich viele Alleinerziehende, Arbeitslose und ein hoher Anteil an Familien mit Flucht- und Migrationshintergrund. Diese Menschen können ihren Kindern aus sozialen Gründen eine Teilhabe am kulturellen Leben der Stadt nicht immer ermöglichen. Gerade die Kinder und Jugendliche aus diesen Familien kommen aus bildungbenachteiligten Familien und nehmen kaum an kulturellen Veranstaltungen teil. Daher können Sie auch nicht die pädagogischen Vorteile der kreativen Arbeit erfahren. Primäre Zielsetzung dieses Projektes ist der Förderung der Sprach- und Sozialkompetenz sowie die Förderung der kreativen Fähigkeiten von unsere Zielgruppe. Direkt wird die sprachliche Kompetenz der Kinder gefördert, die innerhalb des Stückes eine Rolle mit Sprachtext übernehmen oder zugeteilt bekommen. Diese Kinder werden in unterschiedlichem Maße in Abhängigkeit von ihrer individuellen Kompetenz durch das Erlernen und Einüben des Rollentextes gefordert. Weitere Ziele sind die Förderung der kindlichen Persönlichkeit und die Förderung der Lernfähigkeit.

Die Kinder entwickeln durch das Kindertheater mehr Selbstvertrauen und sind bei Schulreferaten oder anderen Herausforderungen weniger aufgeregt. Sie lernen ihre Grenzen und Blockaden kennen und diese auch zu überwinden, laut "Nein" zu sagen, zu sprechen, wenn alle zuhören, Kritik konstruktiv zu äußern oder auch mal einzustecken und kreativ umzusetzen. Achtung der Umwelt, Toleranz, Begegnung mit anderen Kulturen, Respektieren usw. sind Themen, die in den vom Fach entwickelten und erprobten Theaterstücken angesprochen werden. Mit dem Einüben und Aufführen von Theaterstücken kann die Entwicklung der kindlichen Persönlichkeit gefördert und nachhaltiges und fachübergreifendes Lernen auf spielerische Weise initiiert werden. Auch zur Förderung der Sprachkompetenz kann das Theaterspielen mit Kindern sehr erfolgreich eingesetzt werden.

Musikalische und tänzerische Elemente erleichtern den Kindern den emotionalen Zugang und unterstützen auf diese Weise die Nachhaltigkeit des Lernens.

Die Kinder werden nach und nach während des Theaterprojektes selbstbewusster, teamfähiger, geduldiger, konzentrierter und konfliktfähiger. Sie lernen ihre Gefühle besser auszudrücken, Frustration auszuhalten, Toleranz auszuüben, Rücksicht auf andere zu nehmen, besser zuzuhören, Empathie zu zeigen und vieles mehr. Theaterspielen macht Kindern nicht nur Spaß, sondern ermöglicht ihnen auch, immer neue Erfahrungen mit sich selbst zu sammeln. Die Kinder erarbeiten Techniken, die sie befähigen, zunehmend ihre Ausdrucksmöglichkeiten kreativ zu erweitern und durch Mimik, Gestik und Sprache unterschiedliche Empfindungen zu gestalten und anderen mitzuteilen.

Der am Ende des Theaterprojektes stehende Auftritt wird Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen und Selbstsicherheit der Kinder stärken. Andererseits sollen durch die Darstellung in der Öffentlichkeit auch andere Kinder ermuntert werden, in einer ähnlichen Gruppe mitzumachen. Die Kinder erhalten hier die Möglichkeit, unter professioneller Anleitung aktiv an der Gestaltung des kulturellen Lebens in München teilzunehmen.

Projektleitung: Bahar Yalcin
Theaterleitung: Ibrahim Bozkurt
Musikleitung: Sener Aslan

Das Projekt EuLe
wird gefördert durch das
Stadtjugendamt im Sozialreferat
der Landeshauptstadt München

  


Leitung:
Bahar Yalcin
Pädagogin M.A.
syst. Familientherapeutin
Handy:
0157 / 77 04 22 61

Deniz Görgülü
Soz.Päd.
Handy:
0157 / 36 56 05 43

Anschrift:
Rosenheimer Str. 135
81667 München

EuLe auf Google-Maps

Telefon:
089 / 55 89 98 -08

Fax:
089 / 55 89 98 -12

E-Mail:

Sprechzeit:
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